Herbstzeit ist Kürbiszeit

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Kürbisse sind so etwas wie das Maskottchen des Herbstes und auch aus dem Babybrei-Speiseplan nicht wegzudenken. Wenn die großen oft orangefarbenen Kugeln in den Supermärkten oder Wochenmärkten auftauchen, ist klar: Der Sommer ist vorbei 😉
Und es gibt wohl kaum ein Gemüse, dass gleichzeitig so schmackhaft wie dekorativ ist und bei dem man wirklich alles mitverwenden kann!
Dabei ist der Kürbis strenggenommen kein Gemüse, sondern eine Frucht. Eine enge Verwandtschaft besteht mit Melone und Gurke.

Die gesunde Riesenbeere

Der Kürbis ist somit die größte Beere der Welt. Und wie groß die werden kann, ist manchmal wirklich schwer zu glauben: Der schwerste Kürbis Deutschlands kam dieses Jahr aus dem Allgäu und wog stolze 796 Kg. Und das sind immerhin noch knapp 500 kg weniger als der schwerste Kürbis aus dem Guinness Buch der Rekorde!

Trotzdem kann man sich an der Melonenfrucht guten Gewissens satt essen. 100g Fruchtfleisch haben nur 27 Kalorien. Und die Inhaltsstoffe sind ein wahrer Segen für den Körper.
Passend zum Beginn der Erkältungssaison sind reichlich Vitamine enthalten. Dazu kommen Kalzium, Magnesium, Kalium und Eisen. Und nicht zu vergessen Betacarotin, welches wir schon von der Möhre kennen. Das Betacarotin wird im Körper zu Vitamin A umgewandelt, schützt unsere Zellen, unterstützt das Immunsystem und ist gut für die Augen.

Kürbisbrei als Beikost: Welche Sorte eignet sich am besten?

Damit ist der Kürbis auch ein Superfood für dein Baby und eignet sich hervorragend als Babybrei. Kürbis ist sehr leicht verträglich. Gerade die auflockernde Wirkung vom Kürbis kann zum Beikoststart, der nicht selten mit Verstopfung einhergeht, von Vorteil sein. Kürbisbrei kann also schon ab dem 5. Monat gegeben werden. Doch welcher Kürbis von den fast 800 Sorten eignet sich am besten?

Wir möchten Euch drei Sorten vorstellen, die sich perfekt für die Zubereitung von Babybrei eignen:

  • Hokkaido: Der Klassiker
    Der Hokkaido Kürbis ist vermutlich der bekannteste und beliebteste Kürbis in Deutschland. Dies liegt wahrscheinlich daran, dass er in der Zubereitung sehr unkompliziert ist und geschmacklich überzeugt. Der Hokkaido Kürbis braucht nicht geschält zu werden; die Schale kann einfach mitgegart und gegessen werden. Vor der Zubereitung als Babybrei sollte der Kürbis dann aber sehr gründlich gewaschen werden.
  • Butternut: Der Liebling von Eltern kleiner Kinder
    Dieser Kürbis hat sehr viel Fruchtfleisch, relativ wenig Kerne und ist im Geschmack etwas würzig-nussig und vor allem, wie der Name schon sagt, buttrig und ist daher der ideale Kürbis für Babybrei.
    Der Butternut sollte im Gegensatz zum Hokkaido allerdings vor der Zubereitung geschält werden, da die Schale zu fest ist um sie mitzuverarbeiten. 
  • Delicata: Der Süße
    Dieser Kürbis ist vielleicht noch nicht ganz so bekannt wie die anderen Kürbissorten, eignet sich aber auch bestens für den Babybrei. Das Fruchtfleisch ist süß-fruchtig mit einem leicht nussigen Aroma. Da die Schale sehr dünn ist, kann sie ebenfalls einfach mitverarbeitet werden.
    Übrigens eignet sich dieser Kürbis auf Grund seines süßlichen Geschmacks nicht nur hervorragend für Babybrei, sondern kann auch prima für Süßspeisen, Kuchen und Eis verwendet werden.

Tipp von uns: Beim Kürbiskauf ist weniger mehr. Kleinere Kürbisse sind meist süßer und besser zu Brei zu verarbeiten, weil sie zarter sind und nicht so viele Kerne und Fäden haben. Am besten klpft man leicht auf die Schale des Kürbisses. Erklingt ein hohles Geräusch, ist der Kürbis reif. Gibt der Kürbis auf leichten Druck nicht nach, ist er ausgereift. Der Stiel sollte schon leicht verholzt sein. Aber Vorsicht: Hat der Kürbis keinen Stiel mehr, können Fäulnisbakterien in den Kürbis gelangt sein.

Rezept Babybrei Kürbis
  • Kürbis bei Bedarf schälen, teilen und mit einem Löffel sämtliche Kerne entfernen.
  • Klein schneiden und mit etwas Wasser kochen bis er weich ist (je nach Sorte und Größe der Stücke dauert das etwa 10 bis 20 Minuten).
  • Abkühlen lassen und dann pürieren.
  • Portion in kleines Schälchen füllen und etwas Öl hinzufügen (auf 100 g Brei ca 1 Teelöffel).

Das Gute beim Kürbis: Ihr könnt wirklich alles verwenden. Wenn es zu viel Brei geworden ist, kann er problemlos eingefroren werden. Die Kerne geben getrocknet und geröstet einen supergesunden Snack und können auch in einen Salat gegeben werden. Und wenn Ihr dann noch Lust auf ein bisschen Handwerkskunst hast, könnt Ihr aus dem Gehäuse noch einen gespenstischen Halloween-Kürbis schnitzen. Ist auch eine tolle Beschäftigung für große und kleine Kinder!

Auch bei der CO2 Bilanz, die die Umweltverträglichkeit von Lebensmitteln anzeigt, steht der Kürbis sehr gut da. Kürbisse können, abgesehen von der Antarktis, weltweit angebaut werden. Wichtig für die CO2-Bilanz: Den Kürbis aus der Region kaufen! Die Kürbissaison bei uns in Deutschland geht von September bis November.